Zur Geschichte der Christuskirche

 

Die Christuskirche gehört zu den prägenden Gebäuden der Region Bordesholm, Wattenbek, Brügge. Sie ist bei weitem die jüngste der drei evangelischen Kirchen, sozusagen die Tochter der Kloster- und St. Johanniskirche, die ihre Entstehung den Ereignissen verdankt, die Jahrzehnte vor ihrem Bau das Gesicht der Region in entscheidender Weise veränderten.

Einwohnerzahl explodiert

Durch die Zerstörungen und bitteren Folgen des 2. Weltkrieges explodierte die Einwohnerzahl. Sowohl Familien, die in Kiel ausgebombt worden waren, als auch eine große Anzahl aus ihrer Heimat Vertriebener fanden hier einen neuen sicheren Ort. Innerhalb nur weniger Jahre stieg die Bevölkerungszahl Bordesholms von unter 2.000 Einwohnern und Einwohnerinnen auf über 10.000.

Ein neues Zentrum

Ein neues Zentrum der gesamten Region entstand in der Nähe des Bahnhofes. Da, wo viele Menschen sich nun verwurzelten, gehörte die geistliche Dimension selbstverständlich mit zum Alltag. Kirchliches Leben entstand zunächst ganz unabhängig von Gebäuden.

Der erste Andachtsraum

Andachten und Gottesdienste wurden im Frühstücksraum der Firma Gevecke (später Edeka) unter der Betreuung von Bischof D. Völkel und der Gemeindehelferin Frl. Breitung gestaltet. Besonders die Menschen der Finnenhaussiedlung, erbaut 1942/43, ohne kirchlichen Mittelpunkt fanden hier die Möglichkeit, ihrem Glauben Ausdruck zu geben. Dennoch war über viele Jahre die räumliche Not spürbar.

Gevecke

Im Frühstücksraum dieser Firma fanden die ersten Gottesdienste statt.

 

Ein Gemeindehaus

Erst 1957 ergab sich eine Möglichkeit diesen Notstand zu mildern.
Mittel aus Zuwendungen der Siedlungsgesellschaft für Träger öffentlicher Belange wurden für den Bau der Urzelle der Christuskirchengemeinde in Wattenbek, in der Wilhelm-Stabe-Strasse, bewilligt. So konnte dort ein Pastorat mit Gemeindehaus in bescheidener Ausführung errichtet werden. Die Gemeinde in Wattenbek und Bordesholm-Ort wuchs aber in so starkem Maß, dass die “Kleinkirche” aus allen Nähten platzte.

Wattenbek

Das Gemeindehaus in Wattenbek

 

Die Kirche wird gebaut

Der Bau einer Kirche und eines ausreichenden Gemeindezentrums war deshalb zwangsläufig die notwendige Reaktion auf diese Entwicklung. Nach Versuchen, an zwei verschiedenen Standorten ein geeignetes Baugelände für einen Kirchenbau zu finden, ergab sich unvorhergesehen die Chance, ein ideales Grundstück in Bordesholm, in der Bahnhofstrasse, zu erwerben. 
Der Traum von der Christuskircheninsel mitten im Zentrum, auf der neben der Kirche auch Gemeindehaus, Pastorat, Mitarbeitendenhaus und ganz besonders ersehnt ein Kindergarten Platz finden sollte, konnte Wirklichkeit werden.

Baustelle

Auf der Baustelle der Christuskirche

 

Einige Daten aus dieser Zeit

18. Oktober 1964: Beschluss des Kirchenvorstandes eine Kirche zu bauen.
23. Oktober 1964: Kauf des Baugrundstückes Bahnhofstraße.
30. Januar 1965: Aufstellung des Bauprogramms: Kirche, Pastorat, Kindergarten, Küsterwohnung, Ausschreibung eines Architektenwettbewerbs. Der Entwurf des Bordesholmer Architekten Hense erhält den Zuschlag. 
Spätsommer 1966: Baubeginn und am 25. Februar 1967 folgt die Grundsteinlegung.
Am 26. Mai 1968 wird die Kirche eingeweiht. Sie bietet seitdem Platz für ca. 400 Besucherinnen und Besucher.

Einweihung

Die Christuskirche am Tage der Einweihung

 

Seit mehr als 40 Jahren ist die Kirche und mit ihr die gesamte Kircheninsel der Ort eines lebendigen Gemeindelebens geblieben.